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Der Künstler Rudolf Stolz

Rudolf Stolz (Bozen, 1874 – Sexten, 1960), einer der drei Malerbrüder Stolz, gilt als der bedeutendste Freskomaler Tirols des frühen 20. Jahrhunderts.

Zur Malerei fand er – wie seine Brüder Albert (Bozen 1875 – Bozen 1947) und Ignaz (Bozen 1868 – Bozen 1953) – in der Werkstatt des Vaters, des Dekorationsmalers und Künstlers Ignaz Stolz d. Ä. (Tramin 1840 – Bozen 1907) aus Bozen. Nach dessen Tod übernahm er die Werkstatt, doch blieb es sein inniger Wunsch, Künstler zu werden.

Der Erste Weltkrieg stellte für Rudolf sowie für seine Brüder einen Einschnitt im Schaffen dar. Albert und Rudolf waren an der Südfront als Kriegsmaler tätig und hielten die Kriegsrealität fest. In den sich anschließenden zwanziger Jahren war der Einfluss des Künstlers Albin Egger Lienz entscheidend. Nun erhielten die Malerbrüder wiederholt Freskoaufträge.
Rudolf schuf 1924 den Totentanz im Friedhof von Sexten mit 16 rhythmisch aneinandergereihten Figuren und mit einem „kokett tänzelnden Tod, der freundschaftlich versöhnliche Züge annimmt“. Gefördert durch die Architekten Marius Amonn und Clemens Holzmeister folgten zahlreiche weitere Wandmalereiaufträge, u.a. Gasthof Stiegl, Haus Amonn in Bozen, Hotel Drei Zinnen Sexten, Innsbruck Gasthof Weißes Kreuz und Bahnhofshalle in Innsbruck.
1943 flüchtete Rudolf Stolz zusammen mit seiner Familie vor den Wirren des Krieges nach Sexten, wo ihn Freunde und Gönner unterstützten. Dort lebte er zurückgezogen bis zu seinem Tod 1960.

Neben seinem Freskowerk schuf Rudolf Stolz ein umfangreiches Oeuvre an Aquarellen und Zeichnungen. Zu den Themen gehören neben religiösen Motiven auch das häusliche Ambiente, die Landschaft um Bozen und die Sextner Bergwelt. Ursprünglich am Volkstum orientiert und stark vom Werk Albin Eggers beeinflusst, gewann seine Malerei zunehmend an Feinheit und Poesie.