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Sonderausstellung 2026
KlangFarben … zwischen Himmel und Erde
Die Sommerausstellung 2026 im Museum Rudolf Stolz rückt neben der Kunst die Musik ins Zentrum und lädt Besucherinnen und Besucher zu einer Reise zwischen Himmel und Erde, zwischen Sichtbarem und Unsichtbarem, zwischen Materie und Geist, zwischen Stille und Klang ein.
Die Musik wird zur Brücke: Sie verbindet die Materialien, Formen und die Schwere der Erde mit dem Unsichtbaren, dem Geistigen, dem Atem des Himmels. Klangfarben verweben Wirklichkeit und Wichtigkeit, lösen Grenzen auf und schaffen einen gemeinsamen Raum, in dem Sinn und Sinnlichkeit aufeinandertreffen.
Kunstwerke von Anselm Kiefer, Valentin Oman, Oliver Westerbarkey, Giselbert Hoke, Franz Grabmayr, Jörg Hofer, Heinrich Kühn und Gutta Lageder, die der Erde nachspürten, fordern uns heraus, mit dem Blick von unten nach oben zu gehen: Wie viel von dem, was wir sehen, haben wir bereits verstanden? Wie viel von dem, was wir hören, bleibt noch neu zu entdecken? Wie viel Himmel erschließt sich uns in den Werken von Vigil Raber, Josef Maria Auchentaller, Robert Pan, Zhao Zhao, Robert Bosisio, Wolfgang Sinwel, Maria Lassnig, Marie Cécile Boog, Billi Thanner und Paul Sebastian Feichter? Himmel und Erde sind keine abgeschlossenen Welten. Sie sind wie Noten auf feinen Notenlinien miteinander verbunden, verästelt und verwoben wie die Musik, die sie durchzieht. Die Bilder von Ferdinand Schmutzer, Linda Schwarz und Rudolf Stolz sowie die Fotoarbeiten von Julius Berger jun. illustrieren dies eindrücklich. Wenn der Himmel die Erde berührt, spüren wir die Verbindungen zu einer Welt außerhalb unserer Wahrnehmung, und der Raum zwischen beiden wird zu einem lebendigen Klangfeld, in dem Farbe sich als Ton zeigt und Ton als Farbe.
Die Ausstellung lädt uns ein, bewusst zu hören, achtsam zu sehen und dankbar zu fühlen: Schritt für Schritt, Ton für Ton, während Materie und Geist sich begegnen und Sichtbares sowie Unsichtbares sich in Farben und Formen widerspiegeln.
Hermann Rogger
Der Besuch der Sonderausstellung (28.06. – 04.10.2026) ist zu den regulären Öffnungszeiten des Museums oder auf Anfrage (Tel. +39 349 7169126) möglich.
Der Eintritt ins Museum ist kostenlos.
